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U21-EM Halbfinale

Seit gestern, dem 24.06.2019 steht es fest, welche vier Mannschaften im Halbfinale der U21-EM gegeneinander antreten werden. Wir schauen uns die Mannschaften und ihren Weg ins Halbfinale an.

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Deutschland U21 – Rumänien U21

Die deutsche Elf

In Gruppe B hat die deutsche Junioren-Elf erwartungsgemäß die Gegner dominiert. Das erste Gruppenspiel am 17.06. gegen Dänemark gewannen Stefan Kunz Schützlinge mit 3:1. Der Augsburger Marco Richter legte mit seinen zwei Treffern den Grundstein des Erfolgs, bevor Gian-Luca Waldschmidt in der 65. Minute auf 3:0 erhöhte. Durch einen Strafstoß gelang den Dänen zwar der Anschlusstreffer, allerdings konnten sie der Mannschaft nicht weiter gefährlich werden.
Im zweiten Gruppenspiel war Serbien der Gegner. Die Mannschaft um den Starstürmer, Luka Jovic (von Eintracht zu Real Madrid gewechselt) trat mit vielen A-Nationalspielern an. Serbien musste nach der Auftaktniederlage gegen Österreich unbedingt gewinnen, um die Chance für die nächste Runde am Leben zu erhalten.


Die Gala-Vorstellung der deutschen Elf in Triest ließ keine Zweifel daran aufkommen, wer der Herr im Haus ist. Das Sturmduo Richter/Waldschmidt schenkte den Serben 4 Treffer ein. Dahoud und Maier erzielten die anderen beiden Tore. Zwischenzeitlich konnten die Serbien per Strafstoß auf 5:1 verkürzen.
Im letzten Gruppenspiel gegen Österreich brachte Waldschmidt die Mannschaft in der 14. Minute in Führung. Sie wurde allerdings in der 24. – und wieder per Strafstoß durch den Österreicher Kevin Danso egalisiert.
Deutschland hat mit 10 Treffern die meisten Tore des Turniers erzielt und hat mit Waldschmidt und Richter zwei Anwärter auf die Torjägerkanone in seinen Reihen. Die drei Gegentreffer fielen alle per Strafstoß. Somit heißt die Devise, die stabile Defensive beizubehalten und weniger ungestüm im eigenen Strafraum zu agieren.

Erwähnenswert ist auch, dass etablierte Bundesliga Spieler wie Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Timo Werner (RB Leipzig) sowie Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain) nicht mal dabei sind, obwohl sie beim Turnier mitspielen dürften.

Die rumänische Elf

Rumänien ist mit Abstand die größte Überraschung dieses Turniers. In der Todesgruppe C mit zwei Schwergewichten Frankreich und England rechnete wohl niemand mit einem Weiterkommen Rumäniens. Doch bereits im ersten Spiel und mit einem 4:1 haben die Rumänen gezeigt, dass sie über viel Potential verfügen. Angetrieben von Sohn des ehemaligen Superstar, Gheorghe Hagi, im Mittelfeld begeisterte die junge Mannschaft mit unbändigem Offensiv-Fußball.
Wer das erste Spiel für einen Zufall hielt, staunte beim zweiten Gruppenspiel umso mehr. Der Gegner, England, hatte bereits das erste Gruppenspiel in der Schlussphase gegen Frankreich verloren und musste unbedingt einen Sieg einfahren. Rumänien jedoch
machte vollkommen unbeeindruckt da weiter, wo es im ersten Spiel aufgehört hatte. Mit einem ansehnlichen Fußball besiegte man die Young Lions und galt spätestens seit dem als ernsthafter Titelanwärter.
Im letzten Gruppenspiel reichte Rumänien ein 0:0 gegen die defensiv-starken Franzosen, um als Gruppensieger in das Halbfinale einzuziehen.

Auch wenn einige Rumänen wie Puscas (derzeit bei Palermo), den Experten bekannt sind, sorgt die relativ unbekannte Mannschaft für einen frischen Wind und wirbelt alles durcheinander. Die deutsche Elf tut gut dran, einen guten Matchplan auszuarbeiten.

Spanien U21 – Frankreich U21

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Die spanische Elf

Als erste Mannschaft stand la furia roja im Halbfinale. Obwohl Spanien das erste Gruppenspiel gegen die starken Italiener mit 1:3 verlor, konnten sie sich durch zwei Siege und mit sechs Punkten für das Halbfinale empfehlen. Nach dem fulminanten 6:1 Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien haben die Spanier mit einem 5 zu 0 gegen Polen den höchsten Sieg im Turnier gefeiert. Zuvor hatte man die enttäuschenden Belgier mit 2:1 besiegt.
Der Madrilene, Dani Ceballos ist der überragende Akteur bei den Spaniern. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen in drei Spielen hat er beste Chancen, zum Spieler des Turniers gewählt zu werden, wenn die Spanier als Gewinner des Halbfinals in das Endspiel einziehen.

Das sichere Kombinationsspiel ist das Markenzeichen der Spanier. Dieser rote Faden zieht sich durch alle Altersklassen bis zu der A-Nationalmannschaft durch und hat den Weltfußball zwischen 2008 und 2012 geprägt.

Die französische Elf

Die Franzosen haben mit Abstand die größten Talente in ihrem Team. Neben dem Leipziger Defensiv-Duo, Upamecano und Konate, gehören Mateta (Mainz), Guendouzi (Arsenal) und Marcus Thuram (Sohn des Weltmeisters, Lilian Thuram) zu den Leistungsträgern von Les Bleus.
Nach einem späten Sieg im ersten Spiel gegen England (2:1) schlugen die jungen Franzosen Kroatien mit 1:0. Im letzten Gruppenspiel reichte ein 0:0 gegen Rumänien um mit sieben Punkten als bester Gruppenzweiter in das Halbfinale einzuziehen. Sicherlich kann man aufgrund des 3:1 Torverhältnisses an der Offensivstärke der Bleus zweifeln. Mit einem einzigen Gegentreffer allerdings hat Frankreich auch die stärkste Defensive.
Es wird spannend sein, zu sehen, ob die spielstarken Spanier das blaue Abwehrbollwerk überwinden können.