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Darts im TV

Die antike Praxis, spitze Dinge zu werfen!!!

Die Menschheit hat schon immer und aus verschiedenen Gründen spitze Gegenstände geworfen, aber wie kam es, dass sich Jagd- und Kriegswerkzeuge zu einer der beliebtesten Sportarten entwickelt haben, die man im TV schauen kann? Hier werfen wir einen Blick drauf, warum Darts im TV so wunderbar anzuschauen ist.
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Darts

Von Speer zu Bogen zu Darts

Sowohl Speerwerfen als auch Bogenschießen wurden bereits als Vorläufer von Darts gehandelt. Allerdings ist Bogenschießen als Ursprung wahrscheinlicher, wenn man die Dartscheibe mit der Zielscheibe und die Darts mit den Pfeilen vergleicht bzw. gleichsetzt. Irgendwann im 19. Jahrhundert begann man in Frankreich Holzpfeile mit Metallspitzen (Französische Darts) herzustellen und diese nach England zu verkaufen, um die Nachfrage der Showmänner zu stillen, die eine frühere Version des Sports bei den Straßenfesten betrieben. Darts wurde später in den Pubs sehr beliebt, so dass 1925 die National Darts Association in London gegründet wurde, um formale Regeln festzulegen. Zwei Jahre später organisierte man bereits den ersten Wettbewerb, The News of the World Championship. Während des Zweiten Weltkriegs wuchs die Beliebtheit von Darts, auch wenn diese nach dem Krieg langsam nachließ. Mit der Gründung der British Darts Organisation 1973 eroberte Darts erneut eine Popularität auf der globalen Bühne, die sich bis heute hält.

Über die Dartscheibe

Die ersten und früheren Dartscheiben wurden aus weichem Holz wie Ulme oder Pappel hergestellt, weil sie von den Darts einfach zu durchdringen waren. Dartscheiben wurden zunächst als kleineres Format von Zielscheiben gebaut. Das erwies sich allerdings als zu einfach, weil die Spieler nach einiger Zeit nur noch ins Schwarze getroffen haben. Daraufhin machten sich geschickte Handwerker ans Werk, um schwierige Dartscheiben zu entwickeln. Die Legende besagt, dass der Handwerker, Thomas Buckle aus Leeds, 1912 die Scheibe in der heutigen Form entworfen hat, wobei 1932 einige endgültige Verbesserungen vorgenommen wurden. Im selben Jahr hat die Londoner Manufaktur, Nodor, ein neues Design patentiert, um Holzdartscheiben endgültig zu ersetzen. Bis heute werden nur noch zusammengepresste Sisalfasern benutzt. Es dauerte allerdings bis in den 70ern, bis sich das neue Design durchsetzen konnte.

Die Regeln des Spiels

Es gibt viele Arten, Darts zu spielen. Die gängigste Form findet zwischen zwei Spielern statt, die jeweils drei Darts werfen. Es gibt einen festgelegten Startstand (301 oder 501), den die Spieler auf 0 runterspielen müssen. Dabei muss der letzte Wurf entweder ins Schwarze oder in das Doppelfeld treffen. Andernfalls überwirft sich der Spieler und muss es erneut probieren.

Dartscheiben sind durch Drähte in 20 nummerierte Segmente, 1 bis 20, unterteilt, die wiederum in weitere Segmente, nämlich einfach, doppelt und dreifach aufgeteilt werden. Der Startstand eines jeden Spielers wird entsprechend der Nummerierung reduziert. Trifft man ins Doppel-, bzw. Tripelfeld wird die dementsprechende Punktzahl abgezogen. Der schnellste Weg, eine 501 Runde zu gewinnen, ist ein Neun Darts Finish, die sich aus verschiedenen Punktzahlen zusammen setzen kann. Das erfordert allerdings eine unheimliche Geschicklichkeit und gilt weiterhin als Meisterleistung.

Es gibt sehr viele nationale und internationale Turniere, die man erwähnen müsste. Die wichtigsten sind allerdings WDF Weltcup, BDO Darts Weltmeisterschaft und PDC Dart Weltmeisterschaft. Die englische Premier League ist auf der nationalen Ebene das bedeutsamste Turnier, das man sich zu Gemüte führen kann, wenn man gerne Darts im TV schaut.

Die besten Dartspieler

Es gibt so einige Superstars in Darts, dennoch ist es möglich sie alle zu bennen, so dass wir uns hier auf einige wenige beschränken müssen. Phil Taylor ist einer, der definitiv erwähnt werden muss. Er gewann insgesamt 216 professionelle Turniere, darunter 16 Weltmeisterschaften und acht davon gar hintereinander zwischen 1995 und 2002. Derzeit ist Michael van Gerwen, der als jüngster Spieler die PDC Weltmeisterschaft gewann, als der beste Spieler der Welt. In 2015 und 2016 gewann er insgesamt beeindruckende 43 Turniere.

Unvergessliche TV-Momente

Eines der bemerkenswertesten TV Momente ereignete sich 2013 beim Grand Slam of Darts Halbfinale zwischen Phil Taylor und Adrian Lewis. In diesem Match wurde die höchste kombinierte Punktzahl in der PDC Geschichte erzielt. Außerdem muss man das Kunststück von van Gerwen beim selben Turnier bennen, der es fast fertig brachte, zwei Runden mit je nur neun Würfen zu beenden. Er warf 17 perfekte Darts, den letzten Wurf verpasste er allerdings, so dass es schließlich nicht dazu kam.

Voll ins Schwarze!

Darts ist ein einfaches, aber zugleich elegantes und magisches Spiel in Treffsicherheit, das Jahre der Übung und Ausübung zur Beherrschung bedarf. Bei so vielen Turnieren, Spielern und Zuschauern ist es fast unmöglich nicht anzuerkennen, dass ob nun Darts im TV oder in der Arena angeschaut wird, voller Spannung ist.

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