Formel 1 Rivalen (Foto von Lehtikuva / AFP)

Die größten Formel 1 Rivalen

Formel 1 Rivalen und deren Dramen machen neben Geschwindigkeit diesen Sport aus. Bald fällt der Startschuss auch in der Formel 1 und die Fahrer und Autos werden rund um den Globus um den Sieg wetteifern. Die Formel 1 ist sozusagen für „romantische Rivalitäten“ geschaffen, nicht nur auf der Fahrstrecke kommen sich die Fahrer ganz nahe, sondern verstricken sich auch mal privat in Scharmützel. Welche sind aber nun unserer Meinung nach die größten Formel 1 Rivalen?

Nigel Mansell vs. Nelson Piquet

Es ist die klassische Geschichte rivalisierender Teamkollegen. Als der Doppelweltmeister 1986 zum Williams-Team stieß, ging Nelson Piquet davon aus, dass er die Rolle des ersten Fahrers ausfüllen würde. Sein Teamkollege Nigel Mansell hatte aber ganz andere Pläne. Das Duo scheiterte auf gesamter Linie und auch außerhalb der Rennbahn. Mansell versuchte, seine Dominanz im Team zu demonstrieren und fuhr so schnell wie möglich. Piquet war sich des Risikos bewusst, seine Stellung als die klare Nummer 1 zu verlieren und griff in Fernsehinterviews und im Paddock Club auf Manipulationen und Beleidigungen zurück. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Rivalität der beiden Fahrer kostete Williams in jenem Jahr die Meisterschaft. Schließlich wechselte 1988 Piquet zu Lotus, nachdem Mansell ihn ein Jahr zuvor auf wundersame Weise in Silverstone geschlagen hatte.

Michael Schumacher vs. Mikka Häkkinen

In der einzigartigen Karriere eines Michael Schumacher gab es viele Rivalitäten. Doch der Zweikampf mit Mikka Häkkinen ist der bedeutendste. Die Rivalität ist mit Sicherheit nicht die schmutzigste gewesen und lief auf sportlicher Ebene ab. Sie trieb beide Fahrer an, sich stetig zu verbessern und zur Höchstform aufzulaufen. Außerdem war sie vom gegenseitigen Respekt geprägt, so dass sie kaum durch schmutzige Kampagnen in die Öffentlichkeit gelangt ist, wobei nicht auszuschließen ist, dass man intern Dampf abgelassen hat.
Es ist an dieser Stelle auch wichtig, dass Rivalitäten nicht jedesmal ausarten müssen und in vielerlei Formen vorkommen.

Niki Lauda vs. James Hunt

Diese Rivalität wurde in Ron Howards Film „Rush“ verewigt. Angetrieben von Hunts Ego und teilweise von Laudas kalkulierter Leidenschaft für den Erfolg war das Paar in einem „Kampf“ verwickelt, der sie beinahe getötet hätte. Lauda war entschlossen Hunt in der Nordschleife zu schlagen und seinen Vorsprung auszubauen. Er beschleunigte seinen Wagen bis zum Äußersten und hatte daher einen wilden Autounfall in seinem Ferrari. Sein Wagen wurde von einem anderen Fahrer erfasst und ging in Flammen auf. Wie durch ein Wunder überlebte Lauda den schrecklichen Unfall, war aber ab diesem Zeitpunkt gezeichnet. Während Laudas Krankenaufenthalts schloss Hunt zu ihm auf, was Lauda dazu bewegte, das Krankenbett schnellst möglich zu verlassen und sich in den Cockpit zu setzen, um seine Führung zu verteidigen.
Beim Höhepunkt der Meisterschaft sagte Lauda beim Großen Preis von Fuji, als die Wetterverhältnisse sehr schlecht waren, dass er sein Leben nicht aufs Spiel setze.
Hunt gewann den Titel, widmete aber den Titel seinem engsten Widersacher für dessen Entschlossenheit und Leidenschaft für den Sport. Wörtlich sagte er:
„Ehrlich gesagt wollte ich die Meisterschaft gewinnen und hatte das Gefühl, dass ich sie verdient habe. Aber ich denke auch, dass Niki die Meisterschaft verdient hat – ich wünschte nur, wir hätten sie teilen können.“

Ayrton Senna – Alain Prost

Gab es jemals Zweifel an der bemerkenswertesten Rivalität dieses Sports? Es ist selbstverständlich die erbitterte Rivalität von Ayrton Senna und Alain Prost, den Erzrivalen während ihrer gesamten Karriere. Senna war von seiner Leidenschaft für den Sport getrieben und glaubte, dass Gott ständig über ihn blicke und ihn zum Sieg führen würde. Prost hingegen wurde als „Professor“ bezeichnet, da er oft nur die Punkte erhielt, die er brauchte, um den Titel zu gewinnen.

Das Paar kollidierte 1989 in Suzuka. Während Prost sich vor Ort zurückzog und direkt zum Richterbüro ging, machte Senna weiter und gewann den Titel. Senna wurde jedoch nach der Kollision disqualifiziert und Prost erhielt den Titel. Prost, der für die folgende Saison zu Ferrari wechselte, setzte die intensive Rivalität fort. 
1990 erfolgte eine Neuauflage des Vorjahres, in der der Titelkampf auch in Japan entschieden wurde. Aber diesmal ging Senna kein Risiko ein, er musste Prost nur schlagen, um den Titel zu erringen, und wartete nicht einmal bis zum Ende der ersten Kurve, um sich am Vorjahr zu rächen. Diese beiden sind eindeutig die größten Formel-1-Rivalen. Einverstanden?

Mehr über Senna und andere Sportfilme findest du hier.